Sprechblasen aus Papier umgeben ein Briefing mit gruppierten Formen und veranschaulichen Muster aus mehreren Nutzerinterviews.

Nutzerinterviews auswerten: Wie Produktmanager Muster über Gespräche hinweg erkennen

Viraj Mahajan

Viraj Mahajan


KI kann Produktmanagern helfen, aus ausgewählten Nutzerinterview-Transkripten wiederkehrende Themen, bedeutsame Unterschiede und ein klares Produktbriefing herauszuarbeiten. Mit Notta kannst du Interviews gemeinsam vergleichen und Rückfragen zu den Bedürfnissen der Nutzer stellen. Erstelle daraus einen Bericht oder eine Präsentation für die nächste Produktbesprechung, ohne jede Erkenntnis von Hand zusammenzutragen.

Stell dir vor, du hast sechs Interviews zur Ersteinrichtung geführt. Manche Nutzer kamen problemlos zurecht, andere machten nicht weiter und warteten auf Hilfe. Entscheidend ist nicht nur, was jede Person gesagt hat. Es geht darum, was diese unterschiedlichen Erfahrungen erklärt und worauf sich dein Team als Nächstes konzentrieren sollte.

Was können Produktmanager durch die Auswertung von Nutzerinterviews verstehen?

Die Auswertung von Nutzerinterviews hilft dir, Ziele, Hindernisse und Bedürfnisse zu verstehen, indem du Aussagen aus mehreren Interviews vergleichst. Statt jedes Gespräch einzeln zu betrachten, suchst du nach Zusammenhängen und Unterschieden. So entsteht ein klareres Bild des Problems, das dein Produktteam untersuchen sollte.

Eine Zusammenfassung zeigt vielleicht, dass ein Teilnehmer Schwierigkeiten bei der Einrichtung hatte. Die Analyse fragt, ob andere Teilnehmende dieselben Schwierigkeiten hatten und was ihre Situationen gemeinsam haben.

Genau darum geht es bei der Synthese von Erkenntnissen aus der Produktforschung: einzelne Aussagen zusammenzuführen und ihre Bedeutung für das Produkt zu verstehen. Ein hilfreicher Ansatz ist die thematische Analyse. Sie bündelt zusammengehörige Beobachtungen zu Themen.

Diese Unterscheidung ist wichtig. „Einrichtung“ ist ein Themenbereich. „Neue Nutzer wissen nicht, welcher Schritt zuerst kommt“ beschreibt ein Problem, das dein Team besprechen kann. Daraus ergibt sich ein Ansatzpunkt: klarere Anleitungen, ein anderer Startbildschirm oder eine weiterführende Forschungsfrage.

Wie kannst du mehrere Nutzerinterviews mit KI auswerten?

Mit KI kannst du relevante Transkripte vergleichen, ähnliche Erfahrungen bündeln und ein Briefing zu der Produktfrage erstellen, die du beantworten möchtest. Notta Brain, die integrierte KI-Funktion von Notta, lässt dich in einer Unterhaltung mit ausgewählten Interviews und Dokumenten arbeiten.

  1. Wähle die Frage und die Interviews, die sie beantworten können.

    Beginne mit einer konkreten Frage, zum Beispiel: „Was erschwert die Ersteinrichtung?“ Eine klare Frage führt zu einem hilfreichen Vergleich statt zu einer allgemeinen Zusammenfassung aller besprochenen Inhalte.

    Führst du noch Interviews? Mit der bot-freien Aufnahme in Notta Desktop kannst du Online-Gespräche aufzeichnen, ohne dass ein Bot beitritt. Für Interviews vor Ort ist Notta Memo ein Recorder im Taschenformat. Er zeichnet das Gespräch auf, während du dich auf Rückfragen konzentrierst.

    Öffne Notta Brain im Browser und wähle mit @ die relevanten Interviews aus, die in Notta verfügbar sind. Wähle die Studie und den Zeitraum passend zu deiner Frage. Hat sich der Einrichtungsablauf geändert, betrachte ältere Interviews getrennt, sofern du nicht die Versionen vergleichen möchtest.

    Schon etwas Kontext macht den Vergleich hilfreicher:

    • Eindeutige Interviewkennzeichnungen wie U1, U2 und U3.
    • Relevante Angaben, etwa zur Nutzerrolle oder dazu, ob jemand eine Schulung hatte.
    • Ein Forschungsbriefing, wenn es die Fragestellung oder die befragte Gruppe erläutert.

    Du kannst den Interviews ein Forschungsbriefing als Word- oder PDF-Datei hinzufügen. Trenne die Aussagen der Teilnehmenden von den Annahmen in diesem Dokument.

    Nutze Material, bei dem die Teilnehmenden der Aufnahme und Auswertung zugestimmt haben. Beachte die geltenden Einwilligungsvorschriften sowie die Richtlinien deiner Organisation zur Nutzung und Weitergabe.

  2. Frage nach Mustern über mehrere Gespräche hinweg, nicht nach einzelnen Zusammenfassungen.

    Bitte Notta, ähnliche Erfahrungen zu bündeln, auch wenn Teilnehmende sie unterschiedlich beschreiben. Wer den nächsten Schritt nicht gefunden hat und wer auf Anweisungen gewartet hat, beschreibt möglicherweise ein ähnliches Bedürfnis.

    Für das Beispiel zur Ersteinrichtung eignet sich folgende Anfrage:

    Vergleiche diese Interviews und finde heraus, was die Ersteinrichtung erschwert. Bündele ähnliche Erfahrungen zu Themen. Ergänze jeweils einen kurzen Interviewauszug als Beleg mit Interview-ID und halte fest, wo jemand andere Erfahrungen gemacht hat.

    Bitte bei Auszügen um den genauen Wortlaut der Teilnehmenden und halte die Interpretation getrennt. So erhältst du zu jedem vorgeschlagenen Thema hilfreichen Kontext statt einer Liste allgemeiner Begriffe.

    Ist die Antwort nach Interviews gegliedert, bitte stattdessen um eine Tabelle nach Themen. Diese kleine Änderung macht den Vergleich leichter nutzbar.

  3. Untersuche, warum sich die Erfahrungen unterscheiden.

    Finde mit Rückfragen heraus, was Personen mit Schwierigkeiten von denen unterscheidet, die problemlos zurechtkamen. Unterschiede können einen konkreteren Ansatzpunkt aufzeigen als das am häufigsten genannte Thema.

    Frage zum Beispiel: „Was hat den Personen geholfen, die die Einrichtung ohne Unterstützung abgeschlossen haben?“ Oder: „Betrifft das Importproblem Administratoren und andere Nutzer unterschiedlich?“

    Ein geschildertes Einrichtungsproblem kann auf unklare Anleitungen, fehlende Berechtigungen oder das Warten auf einen Kollegen zurückgehen. Diese Situationen erfordern unterschiedliche Lösungen. Eine verständlichere Anleitung hilft vielleicht der ersten Gruppe, aber kaum jemandem, dem der Zugriff fehlt.

    Ich würde in diesem Schritt das Problem genauer eingrenzen, bevor ich nach Lösungen frage. Frage, welche Unterschiede die Interviews belegen und welche Erklärungen noch unklar sind.

  4. Mache aus den Erkenntnissen ein hilfreiches Produktbriefing.

    Bitte Notta, die Erkenntnisse für diejenigen zusammenzuführen, die damit arbeiten werden. Ein kurzes Briefing kann die Forschungsfrage, Hauptthemen, belegende Beispiele, mögliche Auswirkungen auf das Produkt und offene Fragen enthalten.

    Gib Zielgruppe und Zweck an: „Erstelle ein einseitiges Briefing für unser Produkt- und Designteam. Erläutere die Hürden bei der Einrichtung und schlage Fragen für unsere nächsten Usability-Tests vor.“

    Anschließend kannst du um einen kürzeren Einstieg, einen klareren Vergleich der Nutzergruppen oder mehr Details zu einem Thema bitten. Behalte bei wichtigen Erkenntnissen die Interview-IDs und vorhandenen Quellenlinks bei, damit Kollegen den Kontext nachlesen können.

    Prüfe die Textstellen hinter den wichtigsten Schlussfolgerungen, bevor dein Team daraus Entscheidungen ableitet. KI kann helfen, Belege zu ordnen, aber Kontext übersehen.

    Das Ergebnis ist eine Grundlage für eine Produktbesprechung, nicht ein weiterer Ordner voller Zusammenfassungen, die du selbst zusammenführen musst.

Wie sieht ein hilfreiches Thema aus Nutzerinterviews aus?

Ein hilfreiches Thema beschreibt ein gemeinsames Bedürfnis oder eine gemeinsame Erfahrung. Es zeigt die Belege dafür und lässt Raum für abweichende Erfahrungen.

Hier ist ein fiktives Beispiel mit sechs erfundenen Interviews zur Einrichtung, gekennzeichnet mit U1 bis U6. Die Beispielauszüge zeigen, wie aus einem allgemeinen Anliegen eine konkretere Produktfrage wird.

Thema Beispielhafte Belege aus den Interviews Abweichende Erfahrung Mögliche Bedeutung
Neue Nutzer sind unsicher, wo sie anfangen sollen. U1: „Soll ich zuerst das Team einladen oder ein Projekt erstellen?“ U4: „Ich habe gewartet, bis es mir jemand zeigt.“ U3 hatte eine Einführung und kannte die Reihenfolge. Prüfe klarere Einstiegshinweise, bevor du den gesamten Einrichtungsablauf neu gestaltest.
Manche Verzögerungen entstehen durch fehlenden Zugriff. U2: „Mit meinem Konto konnte ich nichts importieren.“ U5: „Wir haben auf unseren Admin gewartet.“ U6 erledigte die Aufgabe mit Administratorzugriff. Erkläre benötigte Berechtigungen früher, statt jede Verzögerung auf unverständliche Anleitungen zurückzuführen.
Teams wünschen sich unterschiedliche Möglichkeiten, den Fortschritt zu sehen. U1: „Ich habe ständig gefragt, wer schon fertig ist.“ U5: „Ein Update würde uns beim Start helfen.“ U4 bevorzugte ein wöchentliches Update gegenüber zusätzlichen Meldungen. Prüfe eine gemeinsame Statusübersicht oder Wahlmöglichkeiten bei Updates, nicht einfach mehr Benachrichtigungen.

Alle drei Themen könnten unter dem Begriff „Einrichtungsprobleme“ verschwinden. Trennst du sie, hat dein Team unterschiedliche Ansatzpunkte. Klarere Einstiegshinweise, frühere Informationen zu Berechtigungen und Fortschrittsupdates greifen jeweils ein anderes Bedürfnis auf.

Die letzte Spalte ist eine Interpretation, kein Beweis dafür, dass eine bestimmte Änderung funktioniert. Interviews beschreiben Erfahrungen. Usability-Tests und Produktdaten helfen dir zu untersuchen, was in der Praxis passiert. Wie häufig ein Anliegen in dieser kleinen Gruppe vorkommt, sagt außerdem nichts darüber aus, wie verbreitet es unter allen Nutzern ist.

Wie hilft Notta deinem Team, die Erkenntnisse zu nutzen?

Notta kann die zusammengeführten Erkenntnisse in Dokumente, Präsentationen und Grafiken umwandeln. Sie helfen Kollegen, die Forschung zu verstehen, ohne jedes Transkript lesen zu müssen.

Nach der Analyse musst du nicht wieder mit einem leeren Dokument beginnen. Bereite dieselben Erkenntnisse für unterschiedliche Gespräche auf und behalte die Details bei, die die jeweilige Zielgruppe braucht.

  • Produktmanager: Erstelle ein Forschungsbriefing für eine Produkt- und Designbesprechung. Führe Themen, belegende Beispiele und offene Fragen zusammen. Möchte das Team einen Punkt genauer untersuchen, bitte um weiterführende Interviewfragen zu dieser Wissenslücke.
  • PMO-Teams: Erstelle einen knappen Bericht darüber, wie sich die Erkenntnisse auf die Arbeit verschiedener Teams auswirken. Erläutere beim Einrichtungsbeispiel, welche Probleme möglicherweise die Nutzerführung betreffen und welche von der Kontoverwaltung abhängen. So können Kollegen Zuständigkeiten besprechen, ohne jedes Problem als Designänderung zu behandeln.
  • Assistenz der Geschäftsleitung: Bereite ein kurzes Briefing oder einen Präsentationsentwurf für eine Führungskraft im Produktbereich vor. Bitte zuerst um die wichtigste Erkenntnis, danach um Nutzerbeispiele und Fragen, die Führungskräfte berücksichtigen sollten. So lässt sich dieselbe Forschung vor einer Planungsbesprechung leichter erfassen.

Notta kann Textantworten in Word-Dokumente umwandeln und Folien erstellen, die du als PowerPoint oder PDF herunterladen kannst. Das heruntergeladene Word-Dokument oder die PowerPoint-Datei kannst du in deinen gewohnten Tools weiterbearbeiten. Auch eine Themenvisualisierung oder Infografik kann die Erkenntnisse erklären, wenn eine Darstellung hilfreicher ist als ein weiterer Absatz.

Die Analyse und die Erstellung von Ergebnissen verbrauchen KI-Credits. Prüfe deshalb vor einer größeren Studie dein verfügbares Kontingent.

Führe deine nächste Interviewreihe in einer gezielten Diskussion zusammen. Beginne mit der Produktfrage, vergleiche die relevanten Gespräche und mache aus den Erkenntnissen etwas, mit dem dein Team arbeiten kann.

Starte die Auswertung deiner Interviews mit Notta

Häufige Fragen

Wie unterscheidet sich die Auswertung von Nutzerinterviews von einer Interviewzusammenfassung?

Eine Zusammenfassung erklärt, was in einem Interview besprochen wurde. Die Auswertung von Nutzerinterviews vergleicht Aussagen, um Muster, Unterschiede und mögliche Erklärungen zu einer Forschungsfrage zu finden. Zusammenfassungen helfen dir, einzelne Gespräche nachzuvollziehen. Die Analyse zeigt, was sich aus den ausgewählten Interviews gemeinsam ableiten lässt und was dein Team als Nächstes untersuchen sollte.

Kann KI mehrere Nutzerinterviews gemeinsam auswerten?

Ja. Notta kann mehrere ausgewählte Interviews vergleichen und Fragen zu gemeinsamen Themen und Unterschieden beantworten. Gib eine konkrete Forschungsfrage und relevanten Kontext zu den Teilnehmenden an. Bitte um belegende Auszüge und Interview-IDs, statt einzelne Zusammenfassungen der Gespräche anzufordern. So lassen sich die Erkenntnisse leichter verstehen und besprechen.

Was solltest du tun, wenn Interviewteilnehmende sich widersprechen?

Vergleiche ihre Situationen, bevor du die Aussagen als Widerspruch wertest. Ein neuer Nutzer, ein Administrator und eine geschulte Person können unterschiedliche Bedürfnisse haben. Bitte die KI, diese Erfahrungen zu trennen und offene Punkte hervorzuheben. Der Unterschied kann auf eine sinnvolle Produktoption hinweisen, statt auf eine einzige Antwort für alle.

Kann Notta aus Interviewerkenntnissen einen Bericht oder eine Präsentation erstellen?

Ja. Notta kann aus deiner Analyse einen Bericht oder eine Präsentation für eine bestimmte Zielgruppe entwerfen. Gib an, wer die Erkenntnisse lesen wird und was diese Person verstehen muss. Du kannst den Entwurf durch weitere Anfragen verfeinern und anschließend ein Word-Dokument oder eine Präsentation herunterladen, um mit deinem Team weiterzuarbeiten.